Ilona
Gerade kommt mir ein Buch in die Hand mit diesem Titel von Martin Buber
Ich zitiere:
Nur in der lebendigen Beziehung ist die Wesenheit des Menschen, die ihm eigentümliche, unmittelbar zu erkennen.
Auch der Gorilla ist ein Individiuum, auch der Termitenstaat ist ein Kollektiv, aber Ich und Du gibt es in unserer Welt nur, weil es den Menschen gibt und zwar das Iich erst vom Verhältnis zum Du aus.
Von der Betrachtung dieses Gegenstandes "der Mensch mit dem Menschen" muss die philosophische Wissenschaft vom Menschen ausgehen....
Betrachtest du den Einzelnen an sich, dann siehst du vom Menschen gleichsam nur so viel, wie wir vom Mond sehen; erst der Mensch mit dem Menschen ist ein rundes Bild.
Betrachtest du die Gesamtheit an sich, dann siehst du vom Menschen gleichsam nur so viel, wie wir von der Millchstraße sehen; erst der Mensch mit dem Menschen ist umrissene Form.
Betrachte den Menschen mit dem Menschen, und du siehst jeweils die dynamische Zweiheit, die das Menschenwesen ist, zusammen: hier das Gebende und hier das Empfangene, hier die angreifende und hier die abwehrende Kraft, hier die Beschaffenheit des Nachforschens und hier dei des Erwiederns, und immer beides in
einem, einander ergänzend im wechselsaeitigen einsatz, miteinander den menschen darzeigend.
Jetzt kannst du dich zum Einzelnen wenden, und du erkennst ihn als den Menschen
nach seiner Beziehungsmöglichkeit; du kannst dich zur Gesamtheit wenden, und du erkennst sie als den Menschen nach seiner Beziehungsfülle.
Ein sehr interessantes Thema, worüber es sich Nachzudenken lohnt...
LG Engel
murgtäler
liebe ilona. wenn du dieses philsophiechinesisch verstehst, bist du meiner bewunderung sicher. also prüfe dich. verstehst du es wirklich ?
wie der mensch mit dem menschen zusammenlebt, das seh ich jeden tag. im kleinen am arbeitsplatz und in der familie. im großen , wenn ich zeitung lese oder mir die nachrichten in den medien anschaue.und da muß ich sagen liegt vieles im argen.
ein hauptmanko unserer zeit scheint mir das von buber erwähnte geben und nehmen zu sein. wenn die menschheit hier einen gleichgewichtszustand herstellen könnte, wäre sie meiner ansicht nach noch zu retten. aber davon sind wir im augenblick lichtjahre entfernt.
die jugendlichen und jungen erwachsenen, die ich kenne, haben zu 90 % eine reine nehmermentalität und denken gar nicht daran im ausgleich was zu geben.
und das läßt mich für die menschheit im gesamten schlimmes befürchten.
lgv murgtäler
Ilona
Lieber Manfred,
ein philosophisches Thema kann man nicht mit Alltag und Statistik vergleichen.
Es geht um den Menschen, der allein nicht darstellabar ist..sondern nur durch den anderen sein Ich zeigt.
Dieses Forum ist doch das beste Beispiel.
Ich versuche zu verstehen und weiss, dass der Mensch an sich ein Problem bleibt.
murgtäler
liebe ilona. meiner ansicht nach ist eine eine philosophie, die auf das tägliche leben nicht anwendbar ist, das papier nicht wert auf dem sie geschrieben steht.
mir scheint, daß die philosophie etwas typisch weibliches ist. ein laberm um des laberns willen.es muß gar nichts dabei rauskommen.in diesem fall könnte man abgewandelt sagen nicht der weg ist das ziel sondern das labern.
lgv murgtäler
Kranich
Wir müssen doch wissen wo es lang geht.
Reenchen
hi @Engel,
ich denke, Martin Buber irrt sich: Mitläufer denken so, Individualisten nicht. Da der Mensch ein Individualist ist und in Minioritäten und Majoritäten unterscheiden kann-das einzig unterscheidet uns von den Termiten-, kann diese philosophische Betrachtung des Menschen in der Gesellschaft nur ein Produkt eines einzelnen sein, der seine eigene Stellung sucht.
Unterm Strich steht-mal salopp ausgedrückt-die Strafe der Gesellschaft an sich: wer nicht mit den Majoritäten geht, wird gesteinigt...denn die Minioritäten sind nicht zentralisiert als Gesellschaften.
Man sollte lieber Marx gelesen haben, da steht es einfacher beschrieben.
Grüsse
Ilona
mir scheint, daß die philosophie etwas typisch weibliches ist. ein laberm um des laberns willen.es muß gar nichts dabei rauskommen.in diesem fall könnte man abgewandelt sagen nicht der weg ist das ziel sondern das labern.
Komisch, alle berühmten Philosophen waren Männer...
Ich glaube Philosophie ist nichts für dich, Manfred...
Ilona
| Zitat: |
Original von Reenchen
hi @Engel,
ich denke, Martin Buber irrt sich: Mitläufer denken so, Individualisten nicht. Da der Mensch ein Individualist ist und in Minioritäten und Majoritäten unterscheiden kann-das einzig unterscheidet uns von den Termiten-, kann diese philosophische Betrachtung des Menschen in der Gesellschaft nur ein Produkt eines einzelnen sein, der seine eigene Stellung sucht.
Unterm Strich steht-mal salopp ausgedrückt-die Strafe der Gesellschaft an sich: wer nicht mit den Majoritäten geht, wird gesteinigt...denn die Minioritäten sind nicht zentralisiert als Gesellschaften.
Man sollte lieber Marx gelesen haben, da steht es einfacher beschrieben.
Grüsse |
Glaub mir Reenchen, ich musste Marx lesen und der würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er sehen würde, was aus der Welt geworden ist.
In meinem Buch werden unter " Der Weg des Problems" die Ansichten von Aristoteles bis Kant, Hegel und Marx, Feuerbach und Nietzsche unter die Lupe genommen.
Hier bin ich auf eine Antwort von Peer sehr gespannt...
LG Engel
Peer Bentevi
Ihr Lieben, haltet ein,
die Geschichte der Philosophie ist - wie alle Bereiche der
Wissenschaft - eben auch immer eine Geschichte der Philosophen.
Was bei dem einen gilt, das stellt der andere infrage.
Jeder von ihnen hat offensichtlich das Gefühl gehabt:
Es müsse mal wieder alles von vorne
angefangen werden. Aber ist dem wirklich so?
Angst vor einer Nichtvergesellschaftung darf ein Philosoph
nicht haben, denn seine Ideen werden glücklicherweise auf Zeit
gesehen nur in Teilbereichen adaptiert. Daß ein Karl Marx philosophische
Meriten erworben hat, das geht nicht auf das Konto seiner gesellschaftlichen
Umstürzlergedanken, sondern auf seine Theoreme rein
philophischer Art.
Der Zwiespalt zwischen der Tatsache, daß Menschen soziale
Wesen, auf Gemeinschaft angelegt und angewiesen sind,
ändert nichts an der Tatsache, daß Menschen "gleichzeitig" Einzelwsen
sind. Also ist nicht alles, was für den Einzelnen richtig ist, auch für die
Gemeinschaft richtungweisend.Daher das Scheitern des " Sozialismus-pur",
weil es ein Irrtum ist, anzunehmen alle Menschen seien gleich und hätten
die übrall und immer gleichen Bedürfnisse. Das ändert sich bereits
gleich oberhalb der animalen Grundbedurfnisse.
Es gilt die philophischen Synapsen zu finden, die es möglich machen philophische
Erkenntnisse einzelnder Philophen an bestimmten Stellen miteinander zu
verbinden.Daraus alleine entsteht die Chance einer aktuell brauchbaren Theorie.
Eine solche aktuelle philosphische Theorie ist aber immer weit davon
entfernt ein Patentrezept für Verbesserungsrealitäten zu sein,oder gar eine
Gebrauchsanweisung - womöglich noch mit eine Gelinggarantie.
Lb.Gr.
Peer
.__________________________________________________________________
Hier im Forum Meinungen zu hinzuschreiben ist richtig;
doch sie verstehend lesen, das ist ebenso wichtig !
Jürgen
*seufz* Jaja, die "Masse Mensch ist" schon ein blöder Haufen
Drum ärgere ich mich geradezu,
wenn ich hören muss, der Mensch sei die Krönung der Schöpfung.
Wenn das stimmen sollte, will ich tot umfallen
murgtäler
hallo jürgen, wenn man dich und die anderen holländer mal ausklammert, dann stimmts ja.
Strolch
Murgsi ,Murgsi....

...aber ich denke so Unrecht hat er nicht , der Jürgen...der Mensch ist schon ein komisches Tier.
LG
vom
Strolch
Helen
... ist, mit andern Menschen gut auszukommen.
LG Helen
Ilona
das Problem des Menschen..mit anderen Menschen gut auskommen... wird ein Problem bleiben....zumindest hier im Forum..
Jürgen
Ach Engel
Mit Engeln kommt doch Jeder aus.
Falls nicht, sind es die Sorte Mensch, die nur wie solche aussehen
Ilona
Ach Jürgen..sicher komme ich auch mit Hollendern aus...war noch nie dort..
Aber du bist ja keiner...was macht der Gelbe..ich muss immer an ihn denken..
LG Engel
Peer Bentevi
Und will ich mich belehren,
der Mensch sei ein Tier,
dann weiß ich doch:
früher trank ich mal viel Bier.
Kam ich nachhaus gekrochen,
da hab ich wohl nach Bier gerochen,
doch heute ihr lieben Leute,
weiß ich: der Mensch kann vieles sein,
ein Kluger, Dummer, Heiliger oder
auch mal vorübergehend "ein Schwein...."
Und alle die darüber lachten,
die sollen froh sein,niemand will sie schlachten.
ganz liebe Grüße
von Peer
(Bin bald wieder auf Cafe50-Sendung!)
Ilona
Bin bald wieder auf Cafe50-Sendung!
Ja gehn wir schon auf Sendung???? arte oder so--wer doch mal was.
Forenmitglieder, die sich noch nie im Leben gesehen haben, stellen sich vor
Freue mich, wenn du wieder hier bist lb: Peer.
Danke fürs Gedicht.
LG Engel
Peer Bentevi
Was ist der
Mensch denn ohne einen ENGEL?
Lebt denn die Blume ohne einen Stengel?
Wir brauchen ohne jede Sendung
machmal sogar etwas Verblendung:
Da sehn wir einfach oftmals garnicht hin,
im Cafe50 ist doch ein Engel drin.....
Liebe Grüße von Peer
Ilona
Ach Peer..

du bringst mich zum Lachen..
Ja , der Engel lebt ohne einen Stengel( Bengel )
und freuit sich des Lebens.
Hurra, hurra
Peer ist wieder da