Fredi
So titelten zahlreiche Medien heute in der Schweiz.
Eines der grössten Alterspflegeheimen in Zürich, entwürdigte alte demenzkranke Menschen.
Die Pfleger/innen zogen alte Menschen splitternackt aus, lachten sie aus und legten sie auf den Boden in ihren Zimmern und filmten mit ihrem Handy diese kranken Menschen. Später brannten sie ihre entwürdigten Filme sogar auf CD's.
Das Personal hat sich darüber köstlich amüsiert.
Die Polizei hat heute verschiedene Hausdurchsuchungen beim Personal gemacht und dutzendweise solche CD's beschlagnammt.
Nun ist das ganze Alterspflegeheim von Sicherheitsleuten umstellt, damit ja niemand von der Presse mehr etwas erfährt. Dem Personal dort ist es verboten worden mit der Presse nicht sprechen.
Meiner Ansicht nach müsste die ganze Geschäftsleitung dort entlassen werden, den der Fisch fängt ja in der Regel am Kopf an zu stinken.
Thomas
Entlassen?! Das reicht nicht, die müssen strafrechtlich verfolgt werden!
Strolch
Diese armen Menschen müssten auf Kosten des Trägers in Luxussuiten untergebracht werden mit Wellnessrundumdieuhrprogramm.
Dem Träger plus dem Personal das Gleiche wiederfahren lassen und dann ab in den Knast....
Hannes
Das gibts doch nicht!!!
Strolch
*Dem Träger plus Personal das Gleiche wiederfahren lassn*...damit meinte ich natürlich nicht Luxus und Wellness sondern das Ausziehen und Verlachen...
Innuendo
Ekelhaft, solche "Menschen". Die ganze Bande gehört in den Knast.
Thomas
| Zitat: |
Original von Strolch
Dem Träger plus dem Personal das Gleiche wiederfahren lassen und dann ab in den Knast.... |
Nun, das wird natürlich kein Gericht in einem Rechtsstaat anordnen. Wenn die aber eine unbedingte Gefängnisstrafe bekommen, was ich hoffe, können die lieben Mitgefangenen vielleicht in eigener Regie so ein "Lustspiel" inszenieren.
Fredi
Nach polizeilicher Einvernahme und Sicherstellung des Beweismaterials hat man die 3 Pflegerinnen wieder entlassen bis zum ordentlichen Verfahren.
Wie heute aus der NZZ zu entnehmen ist hatte die Heimleitung schon seit letztem Frühjahr genügend Hinweise erhalten, was so alles abgeht in ihrem Laden.
Die Geschäftsleitung hatte alle Augen und Ohren verschlossen.
Es ist zu vermuten, dass dieser Vorfall nur die Spitze des Eisbergs ist.
Die Gesundheitsbehörde der Stadt Zürich hat heute ein sehr "dünne"
Pressemitteilung über dieses Folterheim gemacht.
Es ist zu hoffen, dass die Presse diesen Fall in der ganzen Tragödie ausbreitet, damit in diesem Pflegeheim nicht mehr so weiter gewurstelt werden kann.
yoli
zuerst meinte der Chef Arzt des stadtärztlichen Dienstes, Schuld sei der Personalmangei. Niei und nimmer wird man grausam, wenn man zuviel zu tun hat. Die Menschen wurden bestolen, gedemütigt und wahrscheinlich mies gepflegt von solchen herzlosen Kreaturen.
Nun heisst es sogar es seien Fachleute gewesen. Ich schäme mich für meine Berufsleute
Thomas
Yoli, Therese sagt, die sogenannten PflegeassistentInnen sind die am schlechtesten ausgebildeten im ganzen Gesundheitswesen, also vorwiegend solche, die zu blöd und/oder zu faul sind, einen Beruf richtig zu erlernen. Versagt haben da eindeutig die Leiter, ob Oberschwester, Pflegeleiter, Heimleiter... irgend jemand hätte da ziemlich schnell merken müssen, was diese Idioten treiben und hart durchgreifen.
Man kann nur hoffen, nie selber in ein Heim zu müssen...
Strolch
Fast alles richtig...aber bitte nicht die Leute als zu blöd hinstellen Thomas Es gibt auch Häuser, wo die Menschen recht gut aufgehoben sind und das Personal sehr liebevoll ist und sich große Mühe gibt.
Und ich muss hier einfach mal eine Lanze brechen für viele *Pflegehelfer* die diesen schweren Beruf nicht erlernt haben und auch keinen Abschluss haben,aus welchen Gründen auch immer....sich aber mit Hirn,Herz und Hand für alte und/oder schwache Menschen einsetzen und schwer arbeiten.Sehr oft werden gerade diese ungelernten Menschen von den *Examinierten* regelrecht ausgenutzt ,bloss um selber keine 'schmutzigen' Hände zu bekommen und nicht gar soviel arbeiten müssen.Examinierte sollten sich nicht zu oft auf ihre Eigenverantwortung stützen sondern diese auch gerne und engagiert für *Kollegen* übernehmen.
Ich selbst hatte während meinen Zeiten als Stationsleitung und später Pflegedienstleitung immer wieder Menschen im Team,die *nur* Pflegehilfen waren und ihren Platz hervorragend ausgefüllt haben.
Natürlich gabs auch die andere Variante, aber das Entscheidende ist doch eine klare Ansage der Aufgabenverteilung und der Respekt vor der Arbeit des Anderen.Auch liegt es in der Verantwortung des Arbeitgebers Stellenbeschreibungen zu offerieren und es liegt in der Verantwortung der Mitarbeiter das *Miteinander* in dieser schweren Berufssparte zu stärken.Und wenn sich jeder,aber auch jeder...bis auf Hausmeister und Reinigungspersonal sich besinnen würden und ihren Fokus auf den Mittelpunkt ihrer Arbeit richten würden,nämlich den alten, kranken und/oder hilfsbedürftigen Menschen....dann dürfte im Grunde schon ein großer Schritt zu mehr Menschlichkeit in der Pflege gemacht sein.
Thomas
Ich sage ja immer: in jeder Menschengruppe - ob Volk oder Beruf - gibt es zehn Prozent Idioten, die es immer wieder schaffen, den Ruf aller zu ruinieren. Aktuell in der Schweiz sind es ein paar Banker und nun diese sogenannten Pfleger.
alexandra
Ich war ebenso fassungslos, als ich davon hörte. Es gibt keine, aber auch gar keine Art der Entschuldigung für solche Machenschaften und ich hoffe auch, dass alle hart bestraft werden, was ich allerdings bezweifle bei den heutigen Gerichten!
Es ist einfach widerlich, zu was Menschen fähig sind. Ich glaube an eine ausgleichende Gerechtigkeit, wo auch immer. Damit wird nichts ungeschehen gemacht, aber jeder bekommt mal das, was er verdient.
Ich gebe Marianne recht, man darf nun sicher nicht alle in einen Topf werfen. Viele Mitarbeiter/innen in Pflegeheimen machen ihr Arbeit gut und solche Auswüchse sind hoffentlich die Ausnahme!! Doch ich erlebe auch immer wieder viele Lieblosigkeiten gegenüber älteren Menschen in Altersheimen. Leider haben viele älteren Menschen Angst, sich zu wehren oder "nur" zu reklamieren. Sie sind dem Personal einfach ausgeliefert, besonders, wenn sie keine Angehörigen mehr haben, die sich darum kümmern können. Traurig, aber wahr.
Thomas
Wie so viele andere, nehmen wir auch diese Nachricht empört aber ohnmächtig zur Kenntnis - ich habe dazu auch nicht mehr zu sagen. Mir fällt aber eines auf, das noch niemand zur Sprache gebracht hat:
Es wird immer wieder auf die in Heimen geltende - aber offenbar kaum kontrollierte und schon gar nicht durchgesetzte - Handyverbot hingewiesen. Und das betrachte ich nun wirklich als Schwachsinn resp. gleich sinnvoll, wie wenn man Hämmer, Beile und Küchenmesser verbieten würde, weil man damit auch Menschen verletzen oder gar töten kann. Man kann ja auch mit blossen Händen oder sogar Worten Menschen töten, verletzen, physisch oder psychisch ruinieren. Mit einem Verbot von an sich nützlichen Werkzeugen erreicht man gar nichts. Allenfalls könnte man Schusswaffen in Pflegeheimen verbieten, die dienen da nun wirklich kaum einem nützlichen Zweck.
Überhaupt: ob diese unsagbaren Sachen auch noch gefilmt oder "nur" praktiziert werden - was spielt das denn für eine grosse Rolle?
Wichtig ist die Einstellung, die Moral, die Handlung jedes Einzelnen - und leider auch ihre Kontrolle. Das ist natürlich viel schwieriger, als bloss ein paar Gegenstände an der Garderobe abzugeben.
Hannes
Wißt ihr, was mich neben den Gemeinheiten an sich, auch so betroffen macht, ist die Tatsache, dass es immer Leute gibt, die diese Dinge tun und auch andere Menschen, die beim vertuschen helfen.
Und dabei vergessen sie wohl immer, dass sie selbst auch ganz schnell zum Opfer irgendwelcher Machenschaften werden können.
Das ist bei miesen Dingen dieser Art so, fängt aber auch schon im ganz Kleinen an. Der Bäcker der alte Brötchen als frisch verkauft, der Metzger der die Mindesthaltbarkeit manipuliert, usw. usw.
Alle diese Leute sind immer auch Kunden, Patienten, Klienten, Käufer, was auch immer und damit Opfer!
Versteht ihr was ich meine!?
Alleine diese Tatsache sollte doch eigentlich verhindern, dass man zum Täter wird. Das tut sie aber offensichtlich nicht!
Elinda
Das ist in der Tat so, lieber Hannes - man vermutet zurecht ständig übers Ohr gehauen zu werden.
Es gab und gibt immer perverse Ausnahmen und Widerlinge, die ihre Befriedigung im Quälen anderer finden.
Ich kann aber nicht nachvollziehen, dass sich mehrere Gleichgesinnte an einem Ort , die dabei mitmachen.
Ich habe noch nie gehört, dass in einem Pflegeheim Handyverbot sein soll, damit ist doch so etwas nicht zu unterbinden.
Ein sofortiger Austausch der gesamten Leitung wäre das einzig Richtige dafür.
Wem solche Dinge verborgen bleiben, der ist zu faul , zu desinteressiert und zu unfähig, seinen verantwortungsvollen Job auszuführen.
Aber die wollen alle NICHTS gewusst haben. Das allein müsste schon reichen, sie in die Wüste zu schicken.
Aber jetzt kommen erst mal DEBATTEN ...
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1. März 2009, 3:45;
Pflege-Skandal löst Debatte aus «Jeder 2. neue Pflegende ungeeignet»
Die Vorfälle im Zürcher Pflegeheim Entlisberg, in dem demente Betagte mit Handykameras in kompromitierenden Situationen gefilmt wurden, beschäftigen die kantonalen Gesundheitsdirektoren. Präsident Pierre-Yves Maillard setzt sich für Inspektionen durch die Kantone oder Gemeinden ein. Und auch die Diskussion um geeignetes Personal hält an.
«Ich bevorzuge die Kontrolle durch die Kantone», sagt Maillard gegenüber der «SonntagsZeitung».
Bewegungsfreiheit der Patienten eingeschränkt
Im Kanton Waadt entdeckten die Inspektoren auf ihren unangemeldeten Besuchen kürzlich in einem Drittel von 50 Pflegeheimen, dass die Bewegungsfreiheit der Patienten eingeschränkt war, berichtet das Blatt weiter. Sie waren beispielsweise ans Bett gebunden oder zeitweise im Zimmer eingesperrt.
Das Zürcher Pflegeheim Entlisberg war Ende letzten Jahres zweimal überprüft worden. Weder der für die Aufsicht zuständige Bezirksrat noch die ISO-Zertifizierungsstelle stellten den Handy-Missbrauch fest. Beide Besuche hätten vorangekündigt stattgefunden.
«Es braucht einen 'Menschlichkeits'-Test»
Auch andere Experten schlagen nach dem Skandal im Stadtzürcher Pflegeheim Alarm: «50 Prozent der neuen Pflegenden ist ungeeignet», betont Michael Schmieder, Leiter des Pflegeheims Sonnweid in Wetzikon ZH gegenüber dem «SonntagsBlick»: «Bei der Betreuung von demenzkranken Patienten ist eine liebevolle Zuwendung das Wichtigste. Ist ein Pfleger dazu nicht in der Lage, ist er fehl am Platz.»
Schmieder selber müsse deshalb immer wieder Leute entlassen, berichtet die Zeitung weiter. Jetzt fordert der Heimleiter die Behörden zum Handeln auf: «Heute zählt nur das Fachwissen. Es muss ein Umdenken stattfinden. Es braucht einen 'Menschlickeits-Test'.»
hier
Thomas
| Zitat: |
Original von Hannes
Alle diese Leute sind immer auch Kunden, Patienten, Klienten, Käufer, was auch immer und damit Opfer! |
Ich verstehe sehr gut, was du meinst, Hannes. Es ist ein ganz heikles Gleichgewicht. Wenn ich ständig belogen, verarscht, sogar bedroht werde, nicht mal sagen darf was ich denke, entsteht eine ganz miese Atmosphäre, wo jeder versucht, dort, wo er ein bisschen Macht über andere hat oder auch nur zu haben glaubt, all dies heimzuzahlen. Und andererseits, wenn ich es vorwiegend mit freundlichen, hilfsbereiten Menschen zu tun habe, ob im Laden, bei einer Behörde, im Arztpraxis, Bank, Nachbarschaft, dann will und kann ich ich gar nicht anders, als selber freudlich und hilfsbereit zu agieren. Ich habe beide Varianten erlebt. Die schlechte in stalinistischem Ungarn nach dem Weltkrieg bis zu meiner Flucht. Die gute hier und jetzt.
Es gibt in jeder Gesellschaft Gute und Böse, Fähige und Unfähige - die Frage ist, wer gewinnt.
Und die von Elinda angesprochene Debatte - "der Kanton soll mehr kontrollieren" - finde ich leider typisch für die heutige Zeit: Verantwortung abschieben statt Eigenverantwortung. Natürlich braucht es auch Kontrollen - aber was wirklich abläuft, entscheidet sich auf den unteren und untersten Hierarchieebenen.